Neun Jahre nach dem Einsturz

Eindrücke von einer nach vorne schauenden Gedenkveranstaltung

Jahrestag 2018 Schimohr.3 Kopie  Am Samstag, dem 3. März 2018, jährte sich um 13:58 Uhr der Einsturz des gegenüberliegenden Stadtarchivs zum neunten Mal. Zwei verlorene Menschenleben, die Zerstörung des Kölner Stadtgedächtnisses, einschneidende Erlebnisse für die Beteiligten sowie die massive Beschädigung des FWGs stellten nach wie vor einen Anlass für eine von zwei Bürgerinitiativen veranstaltete Gedenkveranstaltung dar. Mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, der Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes sowie KVB-Chef Jürgen Fenske war die Stadt Köln erst zum zweiten Mal mit ihren höchsten Vertretern präsent.  

Erwartete man eine traurige und anklagende Gedenkveranstaltung, so richteten – ganz anders - die Veranstalter von ,,Köln kann auch anders" und ,,ArchivKomplex" den Blick auf die Zukunft der Einsturzstelle direkt gegenüber unserer Schule - nach dem Jahr 2023. So forderte im Interview mit Martin Stankowski der Architekt Peter Bußmann die Errichtung einer Kunsthalle innerhalb des U-Bahn-Gebäudes - eine Idee, die viele Teilnehmende mit Plakaten und Flyern bewarben. Der Kölner Stadtentwicklungsausschussvorsitzende Niklas Kienitz von der CDU hingegen erläuterte die Pläne der Stadt, das Gelände vollständig zu bebauen.

 Jahrestag 2018 Schimohr.2 Kopie Jahrestag 2018 Schimohr.1 Kopie   Jahrestag 2018 Schimohr.4 Kopie

Die Schülerschaft vom FWG war mit Kilian Bachem und Johannes Schimohr ebenfalls vertreten. Der Einladung von ,,Köln kann auch anders" an die SV folgten wir gerne, um im Interview mit Herrn Stankowski unsere Gedanken zum Archiveinsturz aus Schülersicht darzustellen. Sehr bewegt waren wir, dass unsere Forderung nach einer Umwandlung des Einsturzkraters in ein begehbares Mahnmal auf breite Zustimmung stieß - auch von Seiten der beiden Bürgerinitiativen.

Begleitet von nachdenklich-fröhlicher Blasmusik und den Glocken der umliegenden Kirchen gedachten um 13:58 etwa 150 Menschen des Einsturzes vor neun Jahren. Es macht Hoffnung, dass auch ein knappes Jahrzehnt nach dem Unglück der Tod zweier Menschen und die Katastrophe im Georgsviertel nicht vergessen sind- und dass engagierte Bürgerinnen und Bürger den Blick in die Zukunft richten, das Vergessen-Wollen unterbinden und eine angemessene Neugestaltung der Einsturzstelle durch die Stadt fordern.

Eine offizielle Gedenktafel der Stadt Köln ist jedoch auch neun Jahre danach nicht vorhanden.

Johannes Schimohr, Kilian Bachem Q2

Fotos: J. Schimohr; Stadt Köln

 
 Einsturz Stadt Köln

Kommende Termine

21.06.18
Abiturprüfungen nachmittags
25.06.18 - 19:30
3. Schulpflegschaft
26.06.18 - 10:00
Präventivtheater Alkohol 9er
26.06.18 - 15:00
Kennenlernnachmittag neue 5er
28.06.18 - 15:30
Abiturgottesdienst
28.06.18 - 17:00
Abitur Zeugnisausgabe
29.06.18 - 19:30
Abiball
02.07.18
Canterbury-Fahrt 9er
02.07.18 - 18:45
Schulkonferenz
03.07.18
Canterbury-Fahrt 9er