Die Griechischkurse EF und Q1 in der »Ὀρέστεια«

Griechischkurse in der Orestien 2017 

FWG Geier  

im

Dhaus  

Am Donnerstag, dem 19.10.17, begaben sich die Griechischkurse des FWG auf einen Ausflug zum Düsseldorfer Schauspielhaus, um die »Orestie« von Aischylos zu bewundern, die einzige als Trilogie – bestehend aus den drei Stücken ›Agamemnon‹, ›Choephoren‹, ›Eumeniden‹ – noch erhaltene Tragödie der alten Griechen.

Das beeindruckende Schauspiel, welches die Geburtsstunde des uns bekannten politisch-juristischen Systems mythologisch erklärt, trumpfte mit einer modernen Erzählung und mitreißenden Emotionen. Der Mythos erzählt von dem Herrscherhaus, zu dem der totgeglaubte Herrscher Agamemnon, dargestellt mit Krawatte und Anzug, vom Trojanischen Krieg zurückkehrt. So wird der Einstieg in die Geschichte mit einem Dialog zwischen dem Totgeglaubten und seiner Frau Klytaimnestra, die bis jetzt die Herrscherin war, veranschaulicht. Da allerdings Agamemnon vor seiner Abreise eines seiner Kinder den Göttern hatte opfern müssen, sieht seine Frau ihn als den schuldigen Mörder seines eigenen Kindes an. Um mit ihrem neuen Geliebten Aigisthos die Herrschaft an sich zu reißen, tötet sie ihren Ehemann. Mit dieser blutig dargestellten Tat macht sie sich aber nun ebenfalls schuldig. Ihre Kinder Orest und Elektra geraten in einen Zwiespalt und müssen nun ihren Vater rächen – so töten sie ihre Mutter und deren Geliebten.

Nun erwartete es der alte Brauch, Orest und Elektra ebenfalls zu töten, usw. Interessanterweise durchbrechen beide mit Hilfe von Athene, der Göttin der Weisheit, den Teufelskreis des Rachemordes und die Ambitionen der Rachegöttinnen, der Erinyen. So können beide nicht nur ihr Überleben sichern, sondern sie initiieren in eins statt eines »Auge-um-Auge« oder einer göttlichen Gerichtsbarkeit erstmals in der Geschichte ein menschliches Gerichtswesen, das bis in unsere Zeit zu einer funktionierenden Demokratie notwendig dazugehört. So bleibt der für die Tragödie typische Untergang der Familie letzendlich aus, auch wenn wir genug Leid für einen Abend mitverfolgen durften. Abschließend ging es mit der Bahn zurück nach Köln, wo wir nach diesem ungewöhnlichen Abend mit einem mulmigen Gefühl ankamen.     (Willy Mrozowski und Aurel Rochell, Q1)

Kommende Termine

13.04.18 - 09:00
Projekttag 8a
17.04.18 - 09:00
Projekttag 8d
18.04.18 - 08:30
Verlegung Stolpersteine
19.04.18
Liège-Fahrt 9er Französisch
23.04.18 - 18:00
Business@school
26.04.18
3. Berufsfelderkundung 8er / girls- and boys-day
03.05.18 - 12:30
2. Elternsprechtag
07.05.18
Xantenfahrt 6c und 6d
07.05.18 - 18:00
Business@school Regionalentscheid am FWG
09.05.18
Xantenfahrt 6a und 6b